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Grampians Nationalpark, Australien

04.01.16 – 06.01.16   &   14.01.16 – 18.01.16

„Der Herr Loose sagt, dass die Grampians ein beliebtes Reiseziel seien. Zwischen Papageien und Kängurus im Nationalpark“ teilt uns Benni auf dem Rücksitz mit. Das ist sowieso als POI bei uns gesetzt.
Also nichts wie hin.
Der Grampians Nationalpark zwischen Adelaide und dem Start der Great Ocean Road ist voll mit Tieren Bergen und den dazugehörigen Tracks.

Der Ausgangsort ist Halls Gap ein Dörfchen mit nur 500 Einwohnern, dafür aber 6000 Betten für Besucher aus aller Welt.
Wir haben und für eine Lodge am Waldrand entschieden. Inmitten von Kangurus, Emus,  Hasen, Papageien und Kakadus. Die Berglandschaft sieht aus wie hartgewordene Pancakes, dies mussten wir von nahem ansehen, deshalb sind wir auf den „Pinaccle Walk“ auf den Gipfel der Canyons wo wir einen überblick auf den Nationalpark kriegten. Wie der Name schon sagt war es wirklich der höhepunkt. Die Aussicht war einfach toll.

Nico & Angi & Ben

 


Gastbeitrag von Sir Benedict H. Mayer

Der Koala

Es ist gerade schön warm im Grampians National Park in Victoria/Australia. Der leuchtende Fleck da oben, der mir immer wenn er nach der Dunkelheit erscheint, ein angenehme Wärme auf meinen Pelz zaubert, gibt heute wieder alles was er kann.
Ich hatte mir vorhin gerade den Wanst dermassen mit diesen leckeren Eukalyptus Blättern voll geschlagen, dass ich erstmal mit meinem Sprössling meine Lieblingsastgabel aufsuchte und dort friedlich vor mich hin döste. Fressen und schlafen ist sowieso meine Lieblingsbeschäftigung. Der Kleine schlief gleich sofort ein und auch mir fielen immer wieder die Äuglein zu.
Plötzlich bin ich erschrocken weil ich ein komisches Geräusch hörte.
Es ist dieses Geräusch das ich schon öfters gehört hatte. Ich frage mich immer und immer wieder was das sein soll. Es bewegt sich vorwärts, aber hat keine Beine. Hinten raucht es raus als würde ein Feuer in ihm herrschen.
Der Kleine ist auch erwacht, denn er bekommt jedesmal Angst, wenn sich diese komische etwas auf uns zu bewegt. Es bewegt sich langsam und von innen starren meist viele Augen hoch in unsere Bäume, als würden sie etwas suchen.
Das komische ist auch, dass, wenn es anhält, auf einmal mehrere andere Erdbewohner raus klettern. Sie können aufrecht gehen und haben so etwas wie zwei Arme zum greifen. Sie geben auch oft Laute von sich. Ich verstehe das zwar nicht so genau, doch meine ich oft gehört zu haben: „Wow, da schau ein Koala“ „Oh wie süss, ein Koala mit seinem Jungen“ „der hats gut, der schläft den ganzen Tag“.
Dieses Ding heute bewegt sich auch wieder auf uns zu. Ich sehe wie mich das Augenpaar des vorderen entdeckt hat. Es scheint als würde er dieses komische Ding irgendwie steuern können. Es hält direkt unter unserem Baum.
„Wo ist er“ „Wo ist er“ „Ich seh ihn nicht“ höre ich unterschiedliche Laute aus dem Ding rufen.
Sie scheinen nervös aber gleichzeitig auch voller Freude zu sein. Dann klettern sie raus.
Vorne ein Männchen und ein Weibchen, sie scheinen ein Pärchen zu sein weil sie sich immer wieder umarmen. Hinten ein Männchen das auf seinem Schädel unbehaart ist.
Sie sind voller Freude, dass sie mich und meinen Jungen entdeckt haben. Ich höre sie rufen: „endlich einen Koala entdeckt, und dann auch noch in freier Wildbahn“ „hast du toll gemacht. Du hast ihn als erster entdeckt“ sagt das Weibchen zu seinem Männchen und dann berühren sich ihre Mäuler.
Dann starren sie alle durch komische kleine Kisten auf uns und immer wieder gibt es Geräusche wie das brechen eines Astes „klick“ „klack“.
Meinem Jungen wird das ganze Treiben langsam zu bunt und er klettert in höhere Lagen. Einmal auf einen Ast des anderen Baumes gesprungen und dann gehts noch höher hinaus. Obwohl ich gerade ziemlich faul bin klettere ich ihm hinterher und wir verstecken uns ein bischen in den etwas dichteren Ästen.
Von unten hör ich nur noch: „schau wie leicht und elegant sie den Baum hoch klettern können“ „die sind so knuffig“ „Koala- abgehakt.“
Ich kann dann gerade noch erkennen wie sie glücklich und zufrieden in ihre komische Kiste hüpfen und langsam davon ziehen.
Bald verschwindet auch der leuchtende Fleck da oben und es wird kälter. Zum Glück habe ich einen Pelz. Beim nächsten erscheinen des lechtenden Flecks beginnt das Spiel von vorne.

Ben

New South Wales, Australien

27.12.15 – 31.12.15

„Was war den das? Ein schwarzer Kakadu??“ Tatsächlich!
Da Staunten Benni und ich nicht schlecht, ich dachte es gibt nur weisse. Schon haben wir unser neues Lieblingstier gefunden.
Die Neugier auf die Kängurus und Koalas war einfach zu gross, also zog es uns schon früher als erwartet in die Natur Australiens und so haben wir uns Entschieden 4 Tage den „Kanton“ New South Wales zu erkunden statt in der Stadt festzuhängen.
Mit unserem super (eigentlich bestellten 4×4 der gar keiner war) Holden Sportkarre, machten wir uns am nächsten Tag nach Bennis Ankunft in aller Herrgottsfrüh (warum heisst das eigentlich so?) auf den Weg in die Blue Mountains, die uns von mehreren Touris und Aussies wärmstens empfohlen wurden.
Dort angekommen sind wir gleich los um die Gegend zu erkunden. Wir haben uns für einen kleinen Track entschieden, was sich im nachhinein rausstellte, das beste war. Nach dem Mittag füllte sich nämlich alles. Hauptsaison bei den Aussies und natürlich zieht es alle Einheimischen zu den Touristenatraktionen.
Die Blue Mountains waren schön aber nicht überragend und durch den plötzlichen Toristenandrang zog es uns weiter Richtung Strand. Vorbei an dem industriellen Newcastel Richtung Neson Bay. Hier ist es schön und es sollte sogar Koalas geben.. .juhhhuuu. Also sind wir in den Wald auf Koalajagt, leider erfolglos.
Der Strand am Nelson Bay war aber leider auch so überfüllt, dass es nicht möglich war um hier zu nächtigen.
Auf der verzweifelten Suche nach einer Unterkunft wollten wir schon fast aufgeben und zurück nach Sydney fahren. Im letzten Moment haben wir dann doch noch etwas gefunden.
„we need a room for tonight“ Gott sei Dank. Bulls and *** igendwas hat das Hotel/Motel geheissen. Sie waren sogar noch bereit uns um 20.10 noch etwas Essen zuzubereiten, obwohl die Kühe bereits um 20:00 geschossen hat (what the….20:00????) Diese „nine to five“ Philosophie werden wir noch einige mal bemerken.

Ein suuuper weiches flauschiges Bett gab es hier und vor dem schlafen gehen noch schnell ins Hauseigene Casino noch etwas Geld verzocken.
Am nächsten Tag sind wir noch etwas weiter rauf Richtung Foster gefahren, weiter auf der Jagt nach der Wildnis Australiens.
Juhuuu da vorne am Strassenrand das erste Känguruh, aber Moment mal, das bewegt sich ja gar nicht und die Knochen schauen auch schon raus. Naja wir sind auch noch lange genung hier. Jedes weitere Känguruh am Strassenrand war ein kleiner Fortschritt und so sollten wir schon bald unsere erstes lebendes in freier Wilbahn sehen, aber dazu später mehr.
Obwohl wir hier keine Roos und keine Koalas gesehen haben sind wir dennoch andere Intressanten Tieren begegnet. z.B. die zwei Blutegel die sich nach einem Track durch den Wald bei Benni im Schuh eingeschlichen haben.
Oder die tote überfahrene Schlange auf dem Feldweg.

An einem Bay sind vor unserer Nase eine horde Define an uns vorbeigeschwommen und an einem See haben wir einen riesige Echse gesichtete.
So verging die Zeit wie im Flug und schon war der 31.12 und Zeit wieder nach Sydney zu gehen.
„What are your plans for today?“ „we are going to Sydney“ „Ah, to see the fireworks“. Ich glaube die Ausssies verbinden New Year und Sydney nur mit Fireworks…Hallo das ist SYDNEY… BIG PAARDY….
aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

Angi

*Happy New Year* Sydney, Australien

25.12.15 – 02.01.16

Bye Bye New Zealand… Welcome Australia!!

Eigentlich war ja Australien ja gar kein Ziel unserer Reise, aber wen wir schon mal hier unten sind, haben wir uns dann doch für einen kleinen Abstecher ins Aussieland entschieden.
Australien ist einfach gross, viel zu gross und wenn man sich die grösse von Europa mal als Land vorstellt, ist Australien immer noch grösser…
Wir werden nur einen kleinen Teil bereisen, nämlich Sydney, Melbourne, Adelade, und alles was da so dazwischen liegt.

Unser grosses Ziel war ja Silvester in Sydney zu feiern, diese Idee hat der Benni (wie schon erwähnt) auch mitbekommen hat sich für einen kleinen Besuch und Mitreise entschieden.
Wir haben uns so gefreut endlich wiedermal ein bekanntes Gesicht zu sehen. „Yeah dä Benniiii“, „Jo Servus“, so die Begrüssung als wir ihn am Flughafen Sydney abgeholt haben. Mit Kokosnuss bewaffnet bei AVIS wieder den falschen Mietwagen bekommen. Schonwieder nicht was wir bestellt haben, 4×4 SUV bestellt. Tiefergelegte Sportkarre bekommen. Do i look like Paul Walker?
Tja… dann ab auf die Offroad Pisten, das habt ihr nun davon 😉

Da wir bis zum Silvester noch einige Tage Zeit hatten sind wir richtung Norden um die Natur von New South Wales zu erkunden. [Sepparater Beitrag]

NEW YEAR SYDNEY!
Erstmal doofe Partyhüte besorgen, wie wir später merkten, waren wir die einzigen bis auf eine Gruppe Haare Krishnas die nicht 08/15 aussahen. Alle andern Australier total schickimicki gekleidet.
Weiter ins „The Rocks“ Viertel von wo aus die Harbour Bridge, das Opernhaus und das Feuerwerk zu sehen ist.
Alles ist hier abgeriegelt, sozusagen Türsteher fürs Viertel…
Keine Flaschen, kein Alkohol auf der Strasse usw… „huh?“ kein Alkohol an Silvester… Anstossen und so?? …total langweilig. Zum Glück gab es noch ein Löwenbräukeller etwas ausserhalb wo wir doch noch ein Bier bekamen.
Dann Family Feuerwerk um 21:00, Löwenbräukeller, eine andere Bar, die aber kurz vor 12 geschlossen hat, Mitternachtfeuerwerk alkoholfrei, schotten dicht alle nach Hause „huh“ das wars schon?…

Fazit Sydney: Riesige Stadt, Millionen von Menschen, Feuerwerk, Flugshow, Big Big Big… stimmung Null.
Nächstes mal: Nürensdorf, weinige Bauern, Frauefürz, Fluglärm, simpel aber ey, STIMMIG TOTAL!!!

Nico

South Island on the road, Neuseeland

Auf der Südinsel ging es eigentlich ähnlich wie auf der Nordinsel weiter, jedoch ist hier die Natur rauer und die Bewohner rarer.
Die Mode ist einfach: Supermarkthemd, Fischerhose und Gummistiefel (My formal dress is a clean pair of gumboots) ist die Regel.
Wenn es auf der Nordinsel gepflegte Waldwege gab, gibt es hier wilde überwachsene Höhlen und was touristische Glampingplätze waren sind hier gespenstische verlassene Wiesen. Alles in allem eigentlich noch cooler als vorher, da wir ja auch die Wildniss dem touristischen und Urbanen vorziehen.
Die alten Goldgräber Zeiten sind zwar eigentlich vorbei, doch als Angi gehört hat das es hier immer noch jede Menge Gold in den Flüssen gibt hat sie die alten Zeiten wieder aufblühen lassen. Angi ist ja schon von früher her als Jäger und Sammlerin bekannt, doch das gold diggern schlägt jeden Rekord und mann kann sie fast nicht mehr davon wegbringen. Leider gab es einen Campingplatz mit eigenem Gold schürfer Fluss wo wir natürlich unbedingt bleiben mussten.

 

Queenstown, der Partyort war sensationell, das sonnst so ruhige Neuseeland kann ja auch feiern, der Cowboy Saloon, die Schneebar und das NZ Alpenrock giengen richtig ab, yiiihaa..

 

Ich See hellblau: Auf der fahrt nach Christchurch über den Berg sahen wir die beiden kitschig hellblauen Seen Lake Pukaki und Lake Tekapo die wir fast umrundeten.

 

Moeraki: Der Camping mit der Schweizer Fahne… Ein Basler betreibt diesen Platz und hat und sensationell über die Gegend informiert. Mann kann hier Pinguine und jede Menge Seelöwen in freier Wildbahn sehen. Wen wir glück haben sehen wir 3-5 Pinguine, sagte er… Nach ca 10 haben wir mit zählen aufgehört und die Seelöwen lagen auch überall rum, Angi ist fast noch einen draufgetreten, da der sich zwischen den Steinen versteckt hatte.

 

Christchurch: Leider ist hier unser road trip NZ schon vorbei…
Unser Bus sah aus wie Sau, darum haben wir ihm noch die letzte Wäsche verpasst.
Wir hätten ohne probleme noch einen Monat länger hier verbracht, doch wir halten unsere Grobplanung diesmal ein und ziehen weiter.

See ya soon New Zealand…

Nico

Fox & Franz Josef Gletscher, Neuseeland

18.12.15

Es war schon etwa 16:00 als wir in Franz Josef abkamen, also leider zu spät noch etwas anzureissen. Nach einer Nacht im Glampground Rainforest buchten wir einen Flug mit einer Gippsland über den Franz Josef und den Fox Gletscher.
50 Minuten dauerte der Flug über die Neuseeländischen Alpen… Ein Stück Heimattsgefühl kam auf. Der die beidenGletscher selbst waren nicht wirklich so eindrücklich wenn man den Aletschgletscher oder den Perito Moreno kennt. Jedoch die weitsicht, die Berge und dahinter der Strand und die riesigen augetrockneten Flussbetten sind fantastisch.

[Gletscher Video]

An diese Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Silvia und Hansjürg bedanken, die und diesen Flug gesponsert haben.
Vielen vielen Dank.  Wir haben uns wirklich sehr darüber gefreut.

Angi & Nico

Great Walk Abel Tasman, Neuseeland

2015-12-24 23.19.50

Der Abel Tasman Coast Track ist eine 3-5 Tages wanderung an den Küsten des Abel Tasman Natianalparks. Da wir kaum mehr Zeit für die Südinsel überig haben, entschieden wir uns mit dem Wassertaxi in die Mitte zu fahren und nur den halben Track rückwärts in 2 Tagen zu laufen.

Am ersten Tag start in Onetahuti ca. 6h über steile Hügel vorbei an einsamen Stränden, über Seilbrücken und durch den Dschungel.
Unsere Ausdauer die wir in Aitutaki komplett abgelegt haben (keep lazy) meldete sich bei jedem Aufstieg.
An der Küste von Torrent Bay war zum Glück gerade low tide und wir konnten die Bucht auf direktem Weg überqueren. Das Wasser war zwar noch nicht ganz zurückgegangen, aber wir konnten den knietiefen Fluss  ohne nasses Gepäck überqueren.

Die Übernachtung im Camp Anchorage direkt am Fluss bzw. am Strand war einfach, aber schön. Endlich das Zelt doch noch benutzt 😉

Am zweiten Tag mit Muskelkater zum Glück nur noch 4,5h zurück zu unserem Bus. Am Ziel angekommen sah das Meer beim Carpark ganz anders aus als bei unserer wegfahrt, dies liegt am gigantischen Ebbe Flut Verhältnis von teilweise über 500m unterschied.

Trotz Anstrengung war der Track eine coole Sache.

[Abel Tasman Video]

Nico

 

North Island on the road 2, Neuseeland

06.12.2015 – 10.12.2015

On the Road…
Neuseeland ist einfach ein absolut geiles Land. Leider ist der Dezember wie bei uns der April, sehr launisch und wechselhaft…wie Frauen halt. Mit unserm fahrbaren Haus ist das aber gar nicht schlimm. Eigentlich sind wir wie Schnecken die das zuhause immer dabei haben.  Wir geniessen unsere Zeit im Hippiebus sehr und einfach ein bisschen in NZ rum zu cruisen. Das ist genau unser Ding.

Bin gerade im Hippiebus am Bericht schreiben und im Radio läuft „i`am dreaming of a wild chrismas“. Mit Aussicht auf eine grüne, sonnige Rasenfläche vom Campingplatz mit ein paar watschelden Enten anstatt  Schnee und Lichterketten….strange… so ganz nebenbei (einen Tag vor Heiligabend).

Merkt man vielleicht das ich gar nicht weiss was ich schrieben soll?? Würd jetzt viel lieber Hobbit luege…
Na gut, weiter gehts.

Mit mir ist es natürlich nicht möglich an einem Zoo vorbei zu fahren ohne hinein zu gehen. Und Staglands Wildlife Reserve klingt doch ganz gut. Es war doch einer der geilsten Zoo`s in dem wir je waren.
Nicht nur das man paktisch alle Tiere futtern konnte, auch lief man durch eine alte, verlassene Goldgräberstadt. War schwer mich da wieder weg zu kriegen. Nico musste mich polizeilich entfernen lassen.

 

Wir haben auf unserer Reise viele Bekanntschaften gemacht, aber ganz ehrlich, die meisten waren wirklich langweilig.
Dann lieber weniger, aber geile Leute kennen lernen. Das haben wir dann auch in Waverley. Zwei durchgeknallte Schweizerinnen Namens Vanessa. Ja genau Vanessa, es heissen beide so. Wir nennen sie die W`s.
Auch der Strand war auf diesem Campground war Traumhaft. Schwarzer Sand und spektakuläre Sonnenuntergänge. Hier bleiben wir doch gleich 2 Nächte den die W`s haben mit ihrem 7 Meter langen Camper ä Stube in der es sich perfekt güüüggele lässt, klingt nach einem guten Plan.

Bei der Infostelle Waverley  habe ich mich noch informiert, ob eine Führung in einer Silver Fern Farm Company möglich ist. Leider war der Manager den ganzen Tag in einem Meeting und auch die Frau am Empfang hat sich nicht gerade so angehört als wären sie erfreut über Besucher. Als ich erklärt habe das Silver Fern Farm ein Lieferant von uns ist, hat sie entweder nicht richtig verstanden oder es hat sie nicht interessiert. Auf jeden Fall braucht man einen triftigen Grund um die Firma zu besichtigen und ohne Einverständnis des Managers geht sowieso nichts, also streichen wir das halt. Ich war schon etwas Enttäuscht. Wir haben keine Zeit zu vergeuden, am 10.12 müssen wir auf die Fähre….also heisst es weiterziehen.

Da ich kein Dichter bin, schreib ich nur meinen Namen hin

Angi

PS:  Egal wie gut es Dir geht, Bill Gates besser
         Egal wie nett du an der Bar bist, Tranquillo ist an der Barnetta.

North island on the road 1, Neuseeland

Neuseeland ist ja so etwas von gemacht für einen Road Trip!! Die Strassen sind meist Autofrei und breit genug um „slow down, take it easy“ durchs Land zu cruisen. Die Höchstgeschwindigkeit in Neuseland ist 100km/h. …Klingt langsam, ist es aber nicht, denn diese 100km/h gelten auf über 95% der Strassen und könnten dort auch gefahren werden, hätte man nicht einen alten Hippiebus der bei 90 schon klingt wie ein ausrangierter Rasenmäher.  Tja… kein Problem wir wollen ja die Landschaft geniessen und dies lohnt sich auch, alle ca 10 minuten kommt wieder ein braunes Schild welches auf eine Sehenswürdigkeit hinweist.

Nachdem wir an Auckland wie der Blitz vorbeigefahren sind, sind wir zuerst mal Planlos in der Gegend rum gefahren, haben uns dann aber schnell für Cape Coromandel entschieden und haben dieses einmal umrundet. Dabei haben wir:
-Nicos Schuhe verloren
-Einen der schönsten Sonnenuntergänge gesehen
-Bekanntschaft mit Ranger „this is the end of the road, please take the same way back“
– Haben 2 stinkende Peace-Love-Fredom-und-ich-lebe -Vegan-Hippies mitgenommen und haben uns über all die Leute die sich im Regen ein Loch am Hot Water Beach geraben haben amüsiert.
Ach ja, nicht zu vergessen, Norbis „einer der Top 20 schönsten Strände.“

 

Nachdem wir Cape Coromandel verlassen haben sind wir erst mal weiter runter gedüst, vorbei an einem Goldgräberstädchen zu den Blue Springs. Dies war ein spontaner Entscheid, dank unseres super Ratgeber dem CamperMate App finden wir solches spontan auf dem Weg. Die Blue Springs waren wirklich ein Abstecher wert und zeigten sich mit ihren wunderschönen Farben, trotz schlechtem Wetter.
70% des Neuseeländischen botled water kommt von hier. Also gilt für alle die hier baden, nicht reinmachen, sonst trinkt ihrs später selbst. 😉

Das nächste Ziel war das rauchende, nach Schwefel stinkenden Örtchen Rotorua. Hier gibt es reichlich Geothermische aktivität. Das „Hells Gate“ der grösste und aktivste Park roch man im Auto schon von weitem
(ich musste mehrmals beteuern das nicht ich das war. Nico)
Im Park brodelte und qualmte es wie verrückt und die Steine leuchteten in allen Farben. Nach 1 1/2 Stunden im rauch wurde uns aber langsam schlecht und wir gönnten uns ein Schlammbad für die Füsse. Auf unserer Weiterreise waren noch die Krater von Wai-O-Tapu und die grünen, roten, blauen Seen welche echt unnatürlich aussehen.
Der nächste weniger stinkende Ort war Taupo. Hier sieht es plötzlich nach sehr vielen Aktivitäten und viel Aktion aus. Auch die geil stylisch angeschriebenen Steakhouses und Bars haben uns gleich gefallen. Hier können wir doch bleiben. Also schnell auf den Gratis Campsite der aber schon um 18h total überfüllt war. Kaum Platz gab es hier. Na dann gehen wir doch auf einen anderen Happyplace mitten im Wald. Leider war der doch weiter weg als uns das Navi vorgeschwindelt hat. Auch war es eher eine kleine ungemähte sumpfige Waldlichtung mit staubigen und Krabbelviechern befallenen Plumsklo, als ein Campsite. Wir waren auch die einzigen dort (warum wohl???) Na dann legen wir doch mal Notfallprogramm ein und machen ein Stehfondue…einfach für geil. Am nächsten Tag haben wir dann unser Ausrutscher…ja ja Nico ich weiss, mein Ausrutscher, ich als  Find a Happy Place Beauftragte, mit geilen Aktivitäten wieder wett gemacht.

 

Zurück in Taupo  zuerst mal mit den etwas eher langweiligen Craters of Moon gestaret. Weiter gings dann mit dem Hukafalls Jet  auf dem Waikato River rümdüsen…yeah wie geil. Endlich mal ein bisschen Action.

 

Danach wollte  ich unbedingt Prawn fischen. Prawns= Shrimps. Erklärung: man bekommt ein Bambusstab mit einem Silch und Hacken dran, ein Stück Fleisch an den Hacken, Rute ins Wasser bis an den Grund des See`s und warten bis einer „anbeisst“. Wenn der Prawn das Stück gefasst hat folge ihm mit der Rute for a little walk. wenn er nicht mehr weitergeht 1 Minute warten, während er am fressen ist und danach vorsichtig raus ziehen, wie beim Sex halt (kleiner Scherz… dies ist nur ein Test um zu sehen wer unseren Blog noch liest)

Angi

 

 

 

Hobbiton, Neuseeland

Hobbiton Movie Set

Als alter Herr der Ringe-Nerd darf auf der Reise durch Neuseeland Hobbiton natürlich nicht fehlen. Ab zum Hobbiton Film Set!!

Kleine Anmerkung für die, die keinen TV zuhause haben:
Herr der Ringe = Film Trilogie von Peter Jackson.
Hobbiton = Kleines Städtchen wo die Hobbits leben.
Hobbits = Kleine Hobbits halt… schau den Film Noob!

Die ziemlich Massentouristische Atmosphäre beim Ticket schalter schreckte mich erst ein bisschen ab, doch wurde ich später des besseren belehrt…
Von allen Herrenländern reisen die hardcore HDR Fans hierher, anscheinend hat es einem 1,80 meter grossen Deutschen im Hobbitkostüm so gut gefallen, das er hier Wohnen und nicht mehr nach Hause wollte. (Der arme Kerl wurde später von der Polizei entfernt)

Mit dem Bus über einige Hügel mit einigen tausens Schafen, weiter zum Auenland wo das Hobbiton Film set begann.
Wahnsinn wie aufwändig hier alles gestaltet wurde, bis ins kleinste Detail wurde natürliches und künstliches gebaut.
Der Baum auf Bilbo Beutlins Haus (Bild mit kahlem Baumstamm) wird momentan gerade restauriert, dem komplett künstlichen Baum werden alle Blätter von Hand nachgemalt und geformt bis er wieder für den nächsten Hobbit Film aufgestellt wird.
Ca 0.5 Millionen haben sie allein in diesen Baum schon gesteckt. Sehr vieles ist jedoch Natürlich gebaut bzw. nicht aus Plastik, sondern Holz Stein und Pflanzen was für ein Film Set eher unüblich ist.

Das Feeling ist wirklich wie in Film beschrieben, es ist ruhig und friedlich hier,  die kleinen Wege zu den 44 Hobbitholes (Häusern)
vorbei am Teich mit der Windmühle, zum Festplatz mit der grossen Partyeiche und der green Dragon Bar wo es für uns noch ein Ale und ein Cider gab… Wirklich coole Sache…

Angi was meinsch du dezue?
„Jaja isch guet…“

Nico

 

„Heee…du häsch ja gar nöd gfrögt zu was. Ha di nu wellä foppe. Mir häts ja fasch meh gfalle als dir. Ich ha wellä det bliibe, ha ja aber wider mal nöd dörfe…ich döf ja wide ma gar nüt. Ich bi nur nöd det blibbe willi süscht afange brüele het ohni dich (insider)…drum bini dir nahgloffe. Hobbiton isch u huere geil. (Wiä isches Lulli? U huuuuuuuere geil! Fetig“

Upper north island, Neuseeland

23.11.15 – 29.11.15

Abflug Cook Islands Samstag 22:00,29
Ankunft Auckland Montag 02:00…
moooment! wo bleibt der Samstag??? Einfach weg! Den gibts für uns nicht mehr und den werden wir auch nie wieder zurückbekommen. Schaudernd blicke ich in die Zukunft mit Lebenslangem Jetlag…

Willkommen in Mäuseland!
Die biologischen Einreisebestimmungen sind ziemlich strickt, wir mussten alles essen abgeben und unsere Trekking Schuhe zeigen. Das Zelt musste ich zum Glück nicht auspacken,
da der Beamte mein Schweizerkreuz auf dem Rucksack sah und von seinem Sohn der in Flims wohnt zu erzählen begann…
Schon wider vom Kreuz gerettet 😉

Wie auch immer… Wir brauchen einen Camper, spontan wie wir sind haben wir natürlich zum Start der Hauptsaison nichts reserviert, oops?!?
Die Zeit von 02:00 bis zu Öffnung des Infobüros verbrachen wir wie alle anderen Passagiere mit schlafen auf Stuhl, Tisch, Boden und Massagesessel (Mein Favorit)
08:00 Infostand offen, Die Dame „Reservierung??“ „ehm Nope?“ „Okaay“ schmunzelte sie, nahm den Hörer und machte sichs bequem. 5… 10… 15… Anruf bei bei der Campervermietung…
Leider hatten alle teilweise bis ende März kein verfügbares Fahrzeug. Shit (um mal in der Landessprache zu bleiben)
Plötzlich lächelte sie, denn sie hat doch noch etwas für uns gefunden!!! YES! Ein Eco-Campervan, etwas älteres Model aber dafür sehr günstig. Den nehmen wir!
Los gehts Road Trip New Zealand!!

Völlig übermüdet übernahm ich den Camper. Aaalso…
Steuerrad rechts, check! Linksverkehr, check! links um den Kreisel… check! der Blinker rechts am Steuerrad, nach 2 mal Scheibenwischen check! Alles so verwirrend, haben die jetzt Linksvortritt??
Whuuua.. ab ins nächste Hotel erst mal den 24h + fast Freinacht Jetlag ausschlafen.

Am nächsten Tag war alles kein Problem mehr, Angi rief ab und zu „links fahren!“ aber sonst gehts ganz gut. Als erstes geht es Nordwärts durch die reichen Vororte von Auckland
in die upper north island.

Waipu Glowworm Caves:
Gleich neben dem Parkplatz hatte es schon eine kleine dunkle Einbuchtung in welche wir kurz reinschauten. Dann machten wir uns bereit für den 1h walk steil den Berg hinauf wo uns die richtigen Höhlen erwarten sollen.
Nach ca 1h steile Wald und Kieswege kamen wir dann an…
am Schild auf dem steht „end of track, pleace go same way back“ huh? wo sind die Caves? nach kurzem Blick auf die Beschreibung bemerkten wir das dieser Track gar nichts mit dem Caves zu tun hat und diese bei der Einbuchtung beim Parkplatz beginnen, wir haben den Eingang im dunkeln einfach nicht gesehen… haha, der Weg war umsonst! Aber nicht so schlimm wir hatten einen schönen Ausblick auf die Landschaft welche mich (Ich werde es sicher noch öfters erwähnen) an Herr der Ringe erinnert.
In der richtigen Höhle ging es dann feuchte und sumpfige Wege immer weiter nach hinten bis mann fast die Orientierung verlor.
Wir bemerkten erst nach ausschalten der Taschenlampen das die ganze Decke voller Glühwürmchen war. Wie ein Sternenhimmel leuchteten die kleinen Viecher ziemlich hell und ich konnte einen auf meinen Wanderstock setzen… mein eigenes Lichtschwert ich habe!

Parks:
Die riesigen Wälder mit Silver Fern sind total Naturbelassen, sehr gut gepflegt und wunderschön. Es gibt Soooo viele Wanderwege, fast schon wie in der Schweiz.  Auch den grössten und ältesten Kauri Baum Neuseelands erreicht man auf einem kurzen Weg durch den Busch. Die Kauri Bäume sind riesig und uuhralt (Lulli wie alt sind si??? uuuuuuuuhuärä alt) genau! Doch leider in früheren Zeiten fast komplett abgeholzt worden. Der letzte alte Baum ist geschätzte 1500 – 2500 Jahre alt.
Beim Puketi Forest Park noch eine kleine Wanderung zu weiteren Kauri Bäumen wo immer Desinfektionsmittel für die Schuhe bereit stehen, da die Wurzeln der Bäume sehr fein und sehr anfällig für fremde Bakterien und Käfer sind. „save our kauri forest“

Strände:
Wir haben fast alle arten von Stränden gesehen. Groben, feinen, gelben, weissen und vor allem Quitsche-sand gesehen.
Der wohl längste Strand der 90 Mile Beach hat vorallem Angi gefallen, da sie dort ihr Jäger und Sammler-Gen ausleben konnte.
Nach Rat von einem Gestiefelten kann man wenn die Wellen zurück gehen einfach ein bisschen graben und findet Unmengen von Tuatua Muscheln. Angi von ihrem Trieb gejagt suchte uns diese Muscheln und kochte sie am Abend als Pasta Vongole.

Camping:
Es ergab für uns ziemlich schnell unser happy und usefull -place Unterkunftssystem. Einmal happy place, das heist im friedlichen Grünen/Wald/Strand und dann wieder usefull place mit Strom und warmer Dusche.
D.O.C. (Department of Conservation) sind Campingplätze welche von 0 – 20$ kosten und meistens in wunderschöner Umgebung sind. Genau was wir wollen. Keine Luxuscampingplätze mit Kindern, grimmigen Dauercampern und Spielplätzen.
DOC wird noch unser Freund werden.

Nico